260 Milliarden Bildungsetat – wem gehört unsere Bildung?

“Das Bündnis für Verbraucherbildung will die Kompetenzen der Schüler stärken. Damit die Schüler beispielsweise auch bei der Auswahl der richtigen Nahrungsmittel gut geschult sind. Zu diesem Zweck haben die staatlichen Aufklärer unter anderem McDonald’s in den Kreis der Ernährungs-Berater aufgenommen…” (Artikel in Deutsche Wirtschafts Nachrichten online).
Es vermehren sich die Berichte in den Medien über den schlechten Zustand unserer Bildungsstätten, seien es bauliche Mängel (u.a. Toiletten, Schimmelbefall) oder auch die fachliche Ausstattung betreffend (Computer etc.). Das heißt, wir schaffen es schon derzeit nicht, über die öffentliche Hand unsere Bildung und damit unsere Zukunft zu finanzieren.
Laufen wir nicht Gefahr, einer Privatisierung in jeder Hinsicht zu unterliegen – wie es das Beispiel #McDonalds zeigt? Und das ist nur eines von vielen Wirtschafts- und Finanzverbänden, Privatunternehmen, Stiftungen, Vereine und sonstigen Lobbygruppen, die Einfluss nehmen.
Darf man unseren Politikern glauben, wünscht sich hier niemand amerikanische Verhältnisse, wo private Schulen und Hochschulen fast unbezahlbar geworden sind und öffentliche Bildung nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Inzwischen jedoch fließen pro Jahr mehr als 1,3 Milliarden Euro aus der deutschen #Privatwirtschaft an deutsche Hochschulen. Der Betrag hat sich innerhalb der letzten 10 Jahre verdoppelt. Sie definieren sogenannte „Standards zur Ökonomischen Bildung“, machen Fortbildungsangebote, führen Schülerwettbewerbe durch. Man könnte diese Liste endlos fortsetzen. Es gibt jedoch keinerlei Kontrolle, inwieweit diese Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft wirklich förderlich sind.
Und eine neue Herausforderung wartet auf uns alle schon: Die #Integration der Flüchtlinge in unser Bildungssystem!
Es wäre in der momentanen Situation eine große Chance des Staates, sich der Verantwortung für die Bildung wieder mehr anzunehmen und auf dem Hintergrund sprudelnder Steuereinnahmen auch das Bildungswesen ausreichend zu finanzieren. Dafür werden die #260Milliarden Euro in den nächsten Jahren nicht ausreichen! Bei dieser Gelegenheit wäre es für alle Beteiligten sinnvoll, endlich einmal zu definieren, wo im Bildungsbereich föderale Strukturen hilfreich oder hinderlich sind!– Denn eines wird oft vergessen: Bildung ist ein staatlich verbrieftes Grundrecht!

Bildquelle: Colourbox ID# 8488544

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Ein Gedanke zu „260 Milliarden Bildungsetat – wem gehört unsere Bildung?

  1. Wer sorgt für wirklich kreative Schulen für unsere Kinder ? Wahrscheinlich müssen die Inklusions-Fanatiker endlich mal die Realität zur Kenntnis nehmen! Wäre schön, wenn die deutsche Kleinstaaterei zugunsten kindgerechter Lösungen abgeschafft werden würde!

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